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10. + 11. August 2015 – La Fin…

10. + 11. August 2015 – la Fin…

Montagmorgen, heute vor vier Wochen sind Sibylle und ich von Paris nach St-Nazaire gefahren und haben unsere Tour begonnen.

Heute Nachmittag, 15:23 geht’s nach Paris. Habe also noch einen guten halben Tag in Bayonne vor mir. Das Wetter zeigt sich heute zum Abschied von seiner besten Seite… der Himmel strahlend blau…

Nach dem Petit Déj räume ich mein Zimmerlein, stelle die Taschen in die Gaststube in eine Ecke und mache mich zu Fuss auf einen ausgedehnten Speziergang durch Bayonne… die engen Gassen mit den hohen alten Häusern sehen bei schönem Wetter natürlich viel romantischer aus als bei dem grauen Himmel der vergangenen zwei Tage… die Gassen am Montag Morgen noch leer…

Ich schlendere durch die Strässchen der Altstadt, vorbei an der Eglise Saint-André, weitere zum Nive… trinke einen Kaffee, lese lasse mir nochmals ausführlichst Zeit 😉… komme am Musée Basque vorbei und entschliesse mich für einen Besuch… ein wunderschönes Museum über die Geschichte der Basken… beeindruckend ein alter schwarzweisser Dokumentationsfilm, noch ohne Ton, vielleicht aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts, er hinterlässt einen tiefen Eindruck von diesem eigenwilligen und eigenständigen Volk… wunderschöne alte Holzmöbel… Bilder über das Pelota, eine Art Squash baskischen Ursprungs, dass entweder mit der Hand oder einfachen Holzschlägern hier schon seit ewigen Zeiten gespielt wird… sollte mal jemand nach Bayonne kommen, das Musée Basque ist unbedingt einen Besuch wert!

Danach schlendere ich langsam weiter durch die Altstadt zurück über die Brücken zum Hotel wo ich ein ausgiebiges Mittagessen inklusive Mousse au Chocolat zum Dessert einnehme, denke so muss ich heute Abend in Paris nicht’s essen…

Nachdem ich mich vom Monsieur des Hotels verabschiedet habe, stosse ich mein Velo rüber zum Bahnhof… der TGV 8544 fährt pünktlich um 15:20 ein… im Veloabteil bin ich der Einzige mit Velo… sonst sitzt nur noch eine junge Frau im ganzen Abteil… ca. 750km sind es bis Paris… in fünf Stunden um 20:35 soll er in Gare Montparnasse ankommen… eine lange Fahrt durch die Frankreich… der Zug hält nur noch in Dax und in Bordeaux, danach ohne Halt bis Pairs…. in Bordeaux steigen zwei sehr junge Männer zu, sehen etwas übernächtigt aus… der eine ist sehr gesprächig und erzählt mir, dass sie an einem grosse Reggea-Festival in Bordeaux waren… er ist noch ganz hin und weg… er fragt mich über die Schweiz aus und wir plaudern und dösen vor uns hin… schliesslich sind auch die 5 Stunden um…

Der Zug fährt sogar einige Minuten früher im Gare Montparnasse ein, um 20:35 stehe ich schon mit fertig aufgeladenem Velo am Bahnsteig… nicht nur die SBB ist pünktlich! Stosse mein Velo aus dem Bahnhof… Paris!… die Luft warm, der Himmel leicht bewölkt… schön, diese abendliche Stunde in Paris… ich geniesse es sehr!… das Timhotel Gare Montparnasse an der Rue de l’Arrivée, 12 ist schnell gefunden, habe mir ja extra diese Hotel ausgesucht, damit ich nicht mehr weit fahren muss… der Empfang freundlich… auch hier hat es Platz für mein Velo, ich soll es einfach in den Empfang an die Wand stellen, kein Problem… aber auch wenn die ganze Nacht jemand da ist, soll es trotzdem abschliessen… im fünften Stock, zuoberst unter dem Dach ist mein Einzelzimmer, nicht so heiss wie erwartet und die Fenster lassen sich öffnen… sehe sogar den Eiffelturm… ich dusche die lange Reise runter und gehe nochmals raus auf ein Bier… schlendere die Strasse runter und geniesse es in Paris zu sein… und irgendwie hab ich Hunger, dabei hab ich doch extra zu Mittag gegessen 😜… komme an einem Italiener vorbei… und bestelle mir ein Bier und Penne arrabiata… und sie sind wirklich sehr gut, nicht verkocht, die Sauce wirklich rabiat und richtiger Parmesan dazu, so viel ich will… das ist ein Leben…

Dienstagmorgen, verlasse das Hotel kurz nach 9… so habe ich mehr als genug Zeit um zum Gare de Lyon zu fahren und irgendwo noch ein Petit Dej zu nehmen, der Zug fährt erst um 12:23…

Auch heute morgen geniesse ich es sehr in Paris zu sein… schön, durch die frühmorgendlichen Strassen zu fahren… ein kurzes Stück dem Boulevard du Montparnasse entlang… in Paris Velo zu fahren ist gar nicht so übel wie mannfrau vielleicht denkt… mannfrau kann immer auf den separaten Busspuren fahren… zudem gibt es auch Velowege durch ganz Paris, wenn mannfrau weiss wo. Nachdem ich den Boulevard Raspail gekreuzt habe biege ich links in eine Quartierstrasse ab… theoretisch müsste ich so auf den Jardin du Luxembourg stossen, der hat mir immer gefallen… hier ist Paris noch ziemlich leer, wer es sich leisten kann fährt die ersten zwei Augustwochen in die Ferien… und tatsächlich, meine Erinnerung lässt mich nicht im Stich… schon bald stosse ich auf die Ausläufer des Jardin du Luxembourg… und immer wieder entdecke ich was neues in dieser Stadt… komme an der Archäologische Fakultät der Uni vorbei, ein imposanter eigenwilliger Bau… auch hier, im Uni-Quartier, ohne Studenten alles schön leer… dann müsste doch der Boulevard Sain-Michel kommen, habe vor ihn runter zur Ile de la Cité zu fahren und dort dann auf die kleinere Ile Saint-Louis um dort zu frühstücken, ist immer friedlich dort… doch als ich so den Boulevard Saint-Michel runterfahre kommt mir plötzlich in den Sinn, da gibt es doch den kleinen Place de la Sorbonne, gleich beim Boulevard… stopp!!!… bin schon vorbei… fahre auf’s Trottoire und zurück… und wirklich, da ist er doch… die Kaffee’s schon offen, kaum Leute… so hab ich’s mir vorgestellt und geniesse mein Petit Déj wunderbar auf dem kleinen Platz…

Danach fahre ich dann durch’s Quartier Latin doch noch zur Ile Saint-Louis, wo ich auf einer Bank am Place Louis Aragon noch ein Stündchen lese… erstaunt mich immer 300m entfernt stehen tausende Touristen vor der Notre-Dame, stehen Schlange und warten auf eine kurze Runde in der Kirche, aber hier ist kaum ein Mensch, ab und an mal ein Tourist auch auf der Suche nach Ruhe oder ein Pariser… abends tummeln sich hier am Ufer der Seine die Jungen von Paris, aber jetzt um diese Zeit ist es ganz ruhig… schön!…

Dann mach ich mich auf zum Gare de Lyon… finde einen dieser Velowege auf der rechten Seite der Seine und bin so natürlich viel zu früh… aber dann ist es doch soweit… stosse mein Velo also wieder ans Ende des Zuges, wo wie immer am Schluss der ersten Klasse vor der Lok, das kleine 2.Klassabteil für die Velos ist… kein Mensch… fahre bis Dijon 2 Stunden komplett alleine in diesem Abteil, fast ein wenig langweilig… auch den Rest der Fahrt bis Zürich steigen fast keine Leute hier ein… und so bin ich schliesslich pünktlich um 16:26 in Zürich…

und zum letzten Mal… Fotos…

Und falls es interessiert, hier nochmals alle Etappen im Überglick, inklusive Details 😉:
St-Nazaire – Bayonne – die einzelnen Etappen – Übersicht

Und, auch nicht uninteressant, die Kosten. Frau betitelt mann dafür zwar immer als kleinlichen Buchhalter, aber irgendwie möchte ich die Kosten im Überblick behalten. Für so lange Zeit kann mann da schon mal den Überblick verlieren. Viel Geld… natürlich ginge es günstiger wenn mann zum Beispiel zelten würde… aber das ganze Zeltgedöns mitschleppen… dafür habe ich gelebt wie Gott in Frankreich. Die ersten zwei Wochen, waren wir natürlich zu zweit, so teilen sich die Hotelkosten immer schön durch zwei… es macht (leider) kein Unterschied ob mannfrau allein oder zu zweit im Hotelzimmer ist…:
Details Ausgaben (buchhalterisch kleinlich 😉 ) ….

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Lieber Jörg
    Vielen Dank für deinen Reisebericht 2015 samt Schlussabrechnung (ein bisschen viel Cola, Kaffee und Zigi, aber gelebt wie Gott in Frankreich, passt schon).
    Habe jeden Bericht genossen und mitgelebt, ohne dass mir nur ein einziges Mal der Hintern geschmerzt hätte – so sollten Velotouren sein!
    Nochmals vielen herzlichen Dank. Dafür hast du ein Cordon-Bleu in der Zombihalle auf der Habenseite… natürlich inklusive Cola und Zigi… ;-))

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