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9. August 2015

9. August 2015

Da ich den ganzen Tag Zeit habe nehme ich mir Zeit mit Aufstehen… das Wetter, immer noch stark bewölkt aber es regnet nicht… gemütliches Petit Déjeuner, die Chefin heute einiges freundlicher, plaudert sogar ein wenig mit mir… erzählt mir, dass sie einmal eine Saison in Genf gearbeitet hat…

Danach hole ich das Velo aus der Garage, zusammen mit zwei jungen Männern, die gestern Abend mit dem Velo auch noch angekommen sind… der Chef spricht übrigens Englisch wie ein Engländer… die zwei beladen ihre Velos, ich muss heute mal nicht’s beladen 😀… als Velofahrer kommen wir natürlich in’s Gespräch, sie kommen aus Südafrika und fahren von Irland nach Portugal, in etwa 4-5 Monaten (wäre auch mal ein Projekt), die zwei legen mir Südafrika sehr ans Herz, mannfrau könne dort sehr gut Velofahren… hmmm mal sehen… wir studieren zusammen noch auf der Karte den Weg nach Hendaye, dem letzten Ort vor der spanischen Grenze, wo sie heute hinwollen, dann machen sich die Zwei auf die Räder…

Ich fahre langsam über die Brücke und folge dem Veloweg Richtung Biarritz… entlang dem Adour, durch ein Quartier von Anglet (die drei Orte Bayonne, Anglet und Biarritz sind mit den Jahren zu einem einzigen grossen Ort zusammengewachsen), wo Sonntagsmorgenstimmung herrscht, die Menschen auf der Strasse, schwatzen, kaufen ihr Brot, die Läden wie überall in Frankreich am Sonntagmorgen geöffnet… – weiter dem Adour entlang erreiche ich schliesslich die Mündung und den Atlantik… schön nochmals am Meer zu sein… auch wenn das Wetter nicht an den Strand einlädt…

In Richtung Biarritz hängen noch tiefe dunkle Wolken und es sieht aus als ob es dort regnen würde… eigentlich wollte ich ja bis Biarritz um mir diese Stadt noch anzusehen, ist doch ziemlich bekannt… aber bei dem Wetter?… setze mich auf die Quaimaier und schaue den Wellen zu… lasse die Gedanken hinaus auf’s Meer treiben und wieder zurück… so verbringe ich sicherlich eine gute Stunde… der Himmel über Biarritz inzwischen etwas heller… so beschliesse ich doch noch ein Stückchen weiterzufahren… der Weg führt der Strasse mehr oder weniger dem Strand entlang, hinter den Dünen das Meer… vorbei an zwei Golfplätzen, an zwei, drei dieser  typischen Meerferienortgebäudeansammlungen vorbei… ich bin froh, habe ich von Bordeaux den Weg durch’s Landesinnere gewählt!! Das Meer ist wunderschön, aber was die Menschen entlang den Stränden aufgebaut haben, na ja….

Schliesslich erreiche ich den Phare de Biarritz (grosser weisser Leuchtturm), von hier aus habe ich eine schöne Aussicht auf Biarritz hinunter und beschlisse nicht da hinunter zu fahren… macht mich nicht an… sieht nach gediegenem Badeort aus, grosse Hotels säumen den Strand… der Blick von hier oben reicht mir, ausserdem habe ich von verschiedener Seite gehört, dass es sich nicht unbedingt lohnt… dafür bestelle ich mir ein Pannini mit Mozzarella, Tomaten und Schinken an dem Essensstand der hier steht, mampfe gemütlich vor mich hin und beobachte die Menschen… es ist doch wunderschön einfach Zeit zu haben!!

Danach fahre ich langsam den gleichen Weg nach Bayonne zurück, das heimelet mich schon fast an… setze mich noch in eines der Kaffees entlang des Nives und verplämperle einfach den Sonntagnachmittag mit Lesen und ganz einfach Nichtstun… schön…

Zurück im Hotel Monte Carlo, setze ich mich an die Bar, trinke ein Bier und plaudere mit dem Chef, frage ihn woher er so gut Englisch kann, ausserdem spricht er fliessend Spanisch und Portugiesisch.. wow… er sei einige Jahre zur See gefahren und habe zwei Jahre in England gearbeitet… er scheint sehr weltoffen und hat offenbar ein Herz, füllt einem Stadtstreicher der reinschaut, die Flasche mit Wasser wechselt ein paar Worte mit ihm… draussen sitzen eine ganze Gruppe von Algeriern bei ihrem Apéro, der aus einer ganze Reihe von Kaffees zu bestehen scheint und haben ein Chäferfest… das Ganze hier ist mir sympathisch…

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