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18. Juli 2015

Da das Petit Déjeuner ausnahmsweise im Zimmerpreis inbegriffen ist im Hotel de l’Atlantique, was für Frankreich ganz unüblich ist, geniessen wir unser Frühstück im Hotel. Danach packen wir unsere Taschen, beladen die Velos und machen uns auf die Räder. Nach bald einwöchigem gemeinsamen Reisen gewöhnen wir uns (wieder) aneinander und seit gestern ist die Stimmung sehr gut und wir geniessen es langsam so richtig 😀…

Samstag Morgen: Markt in La Tranche… mit unseren Velos schlendern wir noch durch den Markt, der hier wohl eher für die Touristen zu sein scheint denn für die Einheimischen, wenig Lebensmittelstände dafür viele mit MEHR oder weniger nutzlosen Dingen. Einige Stände mit regionalen Produkten sehen aber interessant aus – zum Glück haben wir „nur“ unsere Velos dabei und alles muss in den zwei Satteltaschen Platz haben, die aber schon voll sind – also kein Platz 😊… kein Kauf!

Durch Ferienhausquartiere fahren wir langsam Richtung La Faute-sur-Mer… irgendwie läuft’s aber nicht so richtig rund heute… sind beide etwas müde. Der Weg führt entlang dem Réserve naturelle de la Belle Henriette, einem Naturschutzgebiet mit einem See hinter den Dünen, für Vogelliebhaber(innen) ein Paradies hier. Überhaupt, schon die ganze Fahrt über in diesen Feuchtgebieten, Marais, hat es sehr sehr viel Vögel gehabt – ein Paradies für Vögel. Den Dünen entlang rollen wir langsam auf das „Casino“ von La-Faute-sur-Mer zu… und sind uns ohne Worte einig, dass wir heute nicht mehr weiterfahren werden – zu müde – ausserdem haben wir doch 12 km geschafft!! Am ersten Hotel halten wir kurz… gefällt uns aber irgendwie nicht… rollen weiter durch die Hauptstrasse mit den obligaten Läden für Badetouristen, Cafés, Bistros… aber das Dorf ist klein und so auch die Anzahl Läden angenehm, nicht zu viel. Der Ort nicht so schön wie La Tranche aber umgekehrt wird nicht, dass ist für beide klar – sind ja nicht blöd. So gelangen wir am Ende der Hauptstrasse zum Office de Tourisme wo die junge Dame uns zeigt, wo die drei Hotels im Ort liegen. Das eine schon gesehen, fahren wir zum Hotel „Le Grand Large“. Ein sympathischer junger Herr mit schelmischem Blick empfängt uns und zeigt uns das noch einzige freie Zimmer, tipp topp hell und gross, mit schmalem Balkon – Dusche und WC im Gang, aber das ganze für sage und schreibe 35 Euros – es gefällt und wir nehmen es. Sogar eine Maschine Wäsche können wir in der Hotelwaschmaschine waschen – kein Problem. Freundlich sind sie, die Franzosen… kein Hochmut und dergleichen (wird ihnen ja manchmal nachgesagt).

Während die Waschmaschine läuft gehen wir zum Strand, das Hotel liegt gleich hinter den ersten Dünen und wir können direkt vom Hotel zum Strand. Und – wiedermal Ebbe… wir beschliessen einen Strandspaziergang zu machen… ich glaube es gibt hier Strände, da könnte mannfrau einen ganzen Tag in die gleiche Richtung gehen und käme an keine Ende… mehr als eine Stunde spazieren wir dem Strand entlang. Die ganze Zeit laufen wir entlang von Muschelbänken (so sagt mannfrau, glaube ich), in den Meerboden gerammte Holzstämme, die so präpariert werden, dass sich die Moule dort niederlassen. Während der Ebbe ragen die Stämme aus dem Wasser und die Muschel-„Bauern“ können ihrer Arbeite nachgehen und „ernten“. Spannend zuzusehen… mit Spezialschiffen kurven sie zwischen den Holzstämmen hindurch. Auf den Schiffen ein Kran, an dem eine Art Metallrohr hängt, an dem unten eine Art Schaufeln montiert sind. Das Rohr wir über den mit Muscheln besetzten Stamm gelassen und dann kratzen oder schaben die Schaufeln die Muscheln ab, das ganze ins Schiff geschwungen und geleert und wieder geht’s von Neuem los. An einem anderen Ort präpariert ein junger Mann die Holzstämme neu…

Nach einem Panini in der Sonne bewölkt sich der Himmel leicht… Sibylle bleibt am Strand… ist eine angenehme Temperatur mit diesen Wolken ab und zu vor der Sonne. Ich gehe zurück ins Hotel, hänge die Wäsche auf (wie fast immer 😉, am Besten mannfrau ändert seine Gewohnheiten so wenig wie möglich in den Ferien, damit die Rückkehr nicht so schwer fällt) und schreibe danach einige Zeilen diese Bloggs bevor ich einschlafe… so geht’s natürlich nicht vorwärts mit dem Blogg – aber Ferien sind doch Ferien…

Irgendwann kommt Sibylle zurück mit bereits trockener Wäsche, in 3 Stunden getrocknet auch ohne viel Sonnenschein aber mit einer leichten Brise. Dann machen wir uns zum Apéro auf… schlendern über die Hauptstrasse wo inzwischen alle Läden, Cafés, Stände und Bistros geöffnet haben. Nicht zu viele Menschen machen das Ganze aber recht angenehm. Bei einem Wein respektive Bier (Grimbergen) spielen wir ein Rummi. Danach gehen wir zurück ins Hotel um zu Essen, schliesslich möchten wir den netten Gastgeber etwas unterstützen, da er am Zimmer nicht viel verdient und die Karte sah vorhin fein aus.

Samstag-Abend, alle Tische sind reserviert (offenbar isst mannfrau hier gut)… aber es finden sich noch zwei Plätze für uns zwei. Wir nehmen beide Moule, Sibylle à la Pins, ich à la Roquefort – natürlich mit Frites. Sind sehr schmackhaft mit Roquefort aber mit der Zeit wird es mir fast ein wenig zu viel. Es beginnt kurz zu regnen, geht aber schnell wieder vorbei… auch am Nachmittag hatte es ein, zweimal getröpfelt aber das trocknet jeweils so schnell, dass mannfrau es gleich wieder vergisst. Übrigens wird auch die Temperatur immer angenehmer, wir haben zwar immer noch eine Jacke dabei aber je südlicher wir kommen desto seltener brauchen wir sie. Früh gehen wir nach diesem doch sehr anstrengenden Tag ins Bett und hören noch lange die Stimmen der Restaurantgäste, die in samstagsabendlicher Feststimmung zu sein scheinen.

vue sur les photos…

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