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8. August 2015

8. August 2015

Der Himmel heute wirklich dunkel verhangen, es regnet… lasse mir Zeit mit aufstehen, schlimmer kann’s nicht werden… frühstücke in Ruhe und bin froh mit meiner gestrigen Entscheidung noch ein gutes Stück weitergefahren zu sein als nur bis Sorde-l’Abbeye… 35 km bei diesem Wetter wäre nicht angenehm… 15 ertrage ich…

Als mein Velo belade regnet’s nicht, hab aber meine volle Regenmontur an… zur Sicherheit… fahre runter an den Fluss, der spiegelglatt daliegt… es ist Pleine Mer, Flut, das Meer hat mich wieder, die Flut lässt den Fluss steigen und sinken bis hierher und weiter ins Landesinnere… immer wieder erstaunlich, sind es doch gut 25km bis zur Mündung des Adours in den Atlantik. Finde ein ganz kleines Strässchen, nicht auf der Karte verzeichnet, dass direkt dem Fluss entlang führt und frage einen älteren Herrn mit Hund ob dieses Strässchen weiterführt und ich später wieder auf die Strasse komme… immer freundlich freundlich die Leute, gerne bereit für ein Pläuschlein… er kommt jeden Tag mit dem Hund hierher, friedlich und – vor allem bei diesem Wetter – keine Menschen… er gibt mir noch einen Tipp: wo dieses Strässchen später auf die Strasse führt soll ich die Strasse traversieren und einem Weg folgen der durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet führt, oui, ça va bien avec le velo!!… danach käme ich dann automatisch wieder auf die Strasse und hätte nicht mehr so weit bis Bayonne…

Komme noch an einem Gerät vorbei, dessen Aufgabe sich mir nicht erschliesst, aber die Hinweistafel daneben klärt mich auf… dann folge ich also wie geraten dem Weg durch das Naturschutzgebiet, sehr guter und schöner Tipp 👍 – merci!

Es regnet die ganze Zeit nicht, alles nass, aber kein Regen und die Stimmung hat durchaus seinen Reiz… je näher ich Bayonne komme, desto dunkler der Himmel, über Bayonne hängen dicke Regenwolken und es sieht stark nach Regen aus… und tatsächlich fängt es dann auch kräftig an zu regnen… gruusig…

Erreiche Bayonne um eins und finde auch gleich das Hotel Monte Carlo beim Bahnhof in einem alten mittelalterlichen windschiefen Haus… na, mal sehen… die Chefin empfängt mich unfreundlich… der Chef freundlich… immer wieder mal dasselbe in umgekehrter Reihenfolge 😉… frage ihn gleich ob er morgen auch noch ein Zimmer hat, ja, aber müsse das Zimmer wechseln, was mir egal ist… setze mich in die Gaststube, kann mannfrau wirklich so sagen, alles dunkles Holz aber irgendwie gemütlich, ins Zimmer kann ich erst um zwei… und bei dem Wetter geh ich nicht raus…

Um zwei beziehe ich mein Zimmerlein, dass wie das Haus auch ein wenig windschief ist, die Wand ist so schief, dass das Fenster automatisch gegen innen aufklappt wenn es offen ist… aber es hat ein Bett und ein Brünneli, WC draussen und Dusche im zweiten Stock, aber für 35 Euro inklusive Petit Déjeuner kann mann nicht’s sagen. Es regnet den ganzen Nachmittag und ich bleibe in meinem Zimmerlein und schreibe und lese…

Gegen fünf hört’s dann mal auf und ich mache einen kleinen Spaziergang durch Bayonne… gehe aber zuerst noch rüber zum Bahnhof um mal zu sehen ob das mit dem Druck der Billette funktioniert… tatsächlich, wie auf der Site angegeben lassen sich an den gelben Billettautomaten die e-tickets bestens ausdrucken… Menugeführt (allerdings nur französisch oder englisch) gibt mann seine Dossiernummer ein und den Nachnamen und das Billett wird tipp topp gedruckt – super!!

Danach also kleiner Spaziergang durch Bayonne. Auch hier fliesst nochmals ein Fluss in den Adour, La Nive, so gibt es einige Brücken in der Stadt… schöne alte Häuser, heute natürlich alles ein bischen dunkel und nass, aber kann mir gut vorstellen, dass es hier bei gutem Wetter sehr schön ist… gehe durch die Gassen der Altstadt, Samstag-Nachmittag, alle Läden offen und es herrscht ein ziemliches Gedränge in den Gassen… aber friedlich… trinke mein Bier an der Ninive und beobachte die Menschen… viel Spanisch ist zu hören…

Das Abendessen nehme ich im Hotel, da es inzwischen wieder angefangen hat zu Regnen und es wirklich nicht einladend ist um rauszugehen… der Koch, klein, dick und blond mit Spitzbärtchen, viel Schalk in den Augen kommt selber an den Tisch um die Bestellung aufzunehmen… und das Essen ist sehr sehr gut, einfache Hausmannskost, aber sehr gut!! Und günstig… 18 Euro für Hauptgang mit Fleisch, Dessert, ein Viertel Roter, Kaffee und zwei Bier zum Apéro… da kann mann nicht’s sagen!

die Bilder von heute…

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