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4. August 2015

4. August 2015

Wie vorhergesagt hat es in der Nacht gewittert und heute morgen ist der Himmel verhangen mit dunklen Regenwolken. Gemäss Aussichten soll es im laufe des Tages besser werden. Mal sehen…

Nach dem Frühstück und einem kleinen Plauderviertelstündchen mit der Madame verabschiede ich mich und fahre wieder zur Voie Verte, die mich bis Dax führen wird. Der Himmel wirklich dunkel… es regnet zwar nicht als ich abfahre aber es ist unfreundlich. Kaum habe ich Mugron verlassen fängt es dann richtig an zu regnen… ein echter Landregen. Ich ziehe meine Regenausrüstung an. Da ich auf dem Kiesweg sowieso nicht so schnell fahren kann ist es gar nicht so schlimm mit dem Regen… irgendwie hat’s auch was schönes, so durch den Regen zu fahren. Unter den Bäumen merkt mann vom Regen eh nicht viel… so fahre ich also die 40km recht gemütlich mit einigen Stopps unter Bäumen… einmal an einem kleinen Weiher… gegen Mittag hört es dann auch auf zu regnen… der Himmel bleibt zwar verhangen, ist aber nicht mehr so dunkel… allerdings drückt es schon ein wenig auf die Stimmung dieses Wetter… so beim Fahren überlege ich mir, dass ich eigentlich langsam genug habe… aber jetzt geht’s ja nach Dax zu Jean-Louis.

Weiss nicht ob schon geschrieben, Jean-Louis ist ein Arbeitskollege von mir. Er macht den Verkauf für Frankreich und die USA für die Mitloedi Textildruck AG, bei der ich arbeite. Er reist in der Welt herum, besucht die Kunden, schreibt seine Berichte und ich mache dann die Arbeit 😉… auf alle Fälle hat er mich eingeladen ihn zu besuchen. Eigentlich wollte ich ja zur Féria, DEM grossen Fest von Dax, kommen aber das hat terminlich nicht ganz hingehauen, die ist eine Woche später, vom 12. – 16. August…

Komme sicherlich an 10 Gänse- und Entenzuchten vorbei auf meinem Weg… das scheint hier im Moment DAS grosse Geschäft zu sein, Fois Gras…

Lasse mir reichlich Zeit auf dem Weg… telefonier mit Jean-Louis und teile ihm mit, dass ich so um die 15 Uhr in Dax sein werde… so kann ich richtig trödeln auf meinem Weg. Schliesslich erreiche ich aber doch die ersten Vororte von Dax. Dax ist für hiesige Verhältnisse eine mittelgrosse Stadt, etwa wie Mont-de-Marsan und liegt am Adour, dem Fluss, dem ich nun schon mehrere Male begegnet bin. Auf der Voie Verte wird mann schön in’s Zentrum von Dax geführt und so lande ich schliesslich direkt vor der Arena von Dax. Hier ist schon alles beflaggt für das grosse Fest nächste Woche.

Herrscht ziemlich Verkehr in diesem Dax… da die Adour hier bereits ziemlich breit ist, gibt es nicht viele Brücken über den Fluss… ein davon also hier in Dax, so dass sich der Verkehr durch diesen Flaschenhals schlängelt und dann durch Dax hindurch. Fahre zum Office de Tourisme um mir einen Stadtplan zu holen… und rufe dann Jean-Louis an, dass ich hier bin… er erklärt mir den Weg und zusammen mit Hilfe des Stadtplans finde ich sein Haus schnell. So gross ist Dax auch wieder nicht und sein Haus liegt kaum fünf Minuten vom Zentrum weg, mit dem Velo.

Werde herzlich willkommen geheissen… Gastfreundschaft ist etwas schönes! Und wir trinken erst mal ein Bier am Swimmingpool zusammen. Er hat ein wirklich grosses Haus… hat genug Zimmer auch für Gäste, mit eigenem Badezimmer… er und seine Frau haben zusammen 5 Kinder, die in der ganzen Welt verstreut leben und immer mal wieder zu Besuch kommen, so wird der Platz auch genutzt….

Dann geniesse ich mein Zimmer, das Badezimmer und dann gibt’s schon bald Apéro. Seine Frau Maryse, ist inzwischen auch eingetroffen… so Apérölen wir eine ganze Weile… und plaudern… auf französisch… das wirklich immer besser wird, je mehr ich spreche… werde auch gelobt 😀…

Trotz bedecktem Himmel essen wir draussen… die Temperatur ist angenehm. Wie hier üblich essen wir spät… also erst um halb neuen… Jean-Louis fragt ob ich Lust habe danach noch zum Marché nocturne zu gehen… warum nicht… und so fahren wir drei nach dem Abendessen also mit dem Velo in die Stadt… ja!, da alles so schön nah ist hier, fahren mannfrau viel Velo… vor der Arena ist tatsächlich ein grosser nächtlicher Markt, mit Allem was dazugehört… viele Stände mit regionalen Lebensmittelprodukten, dann natürlich auch Essstände und Süssigkeiten… und Stände mit allerlei Unnützem… aber auch das Kunsthandwerk ist vertreten. Jean-Louis kauft sich einen Armagnac, offenbar hat das Tradition, denn der Verkäufer kennt ihn und wir probieren die verschiednen Jahrgänge… 1992, 94, 96 ect… er entscheidet sich für 1992…

Dann radeln wir wieder nach Hause… vorbei an der Fontaine Chaude, aus der wirklich 40 Grad heisses Wasser sprudelt… Dax ist nämlich ein Badeort mit einer Thermalquelle, einer der grössten Frankreichs…

Zuhause fragt er, ob ich morgen früh, ca. 7:30 mit ihm in die Markthalle komme zum Morgenkaffe… er macht das offenbar immer, jeden morgen fährt er mit dem Velo zum Kaffee und tauscht den neusten Tratsch aus mit den Händlern und sonstigen Männern, die da ihren Kaffee trinken… na ja, etwas früh, aber wieso nicht… also gut, dann bis morgen um halb acht….

elles ne manquent jamais 😉….

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