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26. Juli 2015

26. Juli 2015

Sonntag, iPhone weckt uns um 5:30, da Sibylle um 6:30 am Flughafen sein muss und wir noch das Velo flugfertig machen müssen. Schnell sind wir am Flughafen – aber die Zufahrten an Flughäfen sind definitiv nicht für Velos gedacht. Aber da Sonntag und 6 Uhr früh kein Problem.

Die Check-in Schalter für EasyJet Kunden sind natürlich nicht in der normalen Halle sondern in einem separatem Hangar, „billi“ genannt, aber weit ist es nicht. Pedale abschrauben, Vorderrad wegnehmen, Lenker gerade stellen und alles in diesen Sack packen den Sibylle von Markus bekommen hat. Funktioniert alles super 😀… dann gehen wir mal zur Gepäckaufgabe, funktioniert auch super – nur: die junge Dame erklärt uns, dass der Flug 5 – in Worten FÜNF – Stunden Verspätung hat 😖… oha!!! Flugzeug kaputt und muss ausgewechselt werden, dauert halt seine Zeit bis Ersatzflugzeug organisiert ist. Das heisst Sibylle fliegt erst um 13:30 anstatt um 8:30 ab.

Wir – also vor allem Sibylle – verkraftet das Ganze erst einmal. Wir gehen rüber in die „normale“ Flughafenhalle und suchen ein Restaurant zum Frühstücken. Ich muss so um 10 wieder im Ibis sein um das Zimmer zu räumen, habe meine Sachen dort  gelassen, in der Annahme, dass ich ja in Ruhe zurück kann wenn Sibylle abgeflogen ist. Wir frühstücken und spielen noch ein Rummi, mal was anderes morgens um halb acht… dann schlendern wir zum Velo. Unterwegs sehen wir den Bus No. 1, der nach Bordeaux fährt, und Sibylle entschliesst sich kurzerhand einmal Bordeaux und zurück zu fahren – so zum Zeitvertreib 😉…

Abschiiiieed… fällt mir ein klein wenig schwer… 😢

Zurück ins Ibis und meine Sachen packen… gemütlich… und dann fahre ich langsam durch den Vorort Mérignac die 15 km nach Bordeaux hinein, Sonntagmorgen ist alles noch verschlafen, wenig Blechbüchsen, sehr angenehm… im Zentrum von Mérignac kommt mir doch wirklich der Bus mit Sibylle wieder entgegen…  😢

Habe Freitag doch noch eine Bestätigung für eine Wohnung in Bordeaux von Airbnb erhalten und gestern Abend hat mir die Besitzerin dann auch noch die Einzelheiten angegeben, Adresse und eine Telefonnummer von Aurélian, den ich anfrufen solle wenn ich in Bordeaux bin.

Problemlos finde ich das Hotel de Ville und die Cathedral St. André, wo wir gestern was getrunken hatten. Setze mich auf eine Bank und wähle also mal die Nummer von diesem Aurélian, nimmt nicht ab kommt nur Anfrufbeantworter – na ja, kann ja vorkommen – versuch es in einer Viertelstunde nochmals. Da ich ja jetzt die Adresse habe, beschliesse ich mir das Haus mal anzusehen, Rue Edmond Costedoat, ist nicht weit… eigentlich von der Cathedrale eine Strasse alles geradaus… schnell bin ich dort… hmmm!!! nicht schlecht 😉… Boulanger Artisian gleich schräg gegenüber, nebenan eine Fromagerie und daneben auch noch ein kleiner Lebensmittelladen – und alles hat offen, trotz Sonntag. Kurve noch eine Weile durch’s Quartiert und lande schliesslich am Place de la Victoire.

Jetzt versuch ich’s nochmal bei Aurélian… und.. diesmal nimmt er gleich ab. „Pas de problem!“, innerhalb von 10/15 Minuten sei er vor dem Haus, solle dort warten – mache ich.

Wirklich, kaum bin ich vor dem Haus angekommen, kommt er auch schon angeradelt. Sympathischer junger Aurélian… Bonjour ect. ect. – Velo kann ich gleich in den Hauseingang stellen, aber immer abschliessen, auch wenn die Haustüre immer zu ist. Ein richtiges dreistöckiges altes Bordeaux Stadthaus – schön. Nur drei Wohnungen sind im Haus, auf jeder Etage eine – wie so üblich haben die Wohnungen immer zwei Eingänge, links und rechts wenn mannfrau die Treppe hochkommt. Drei Stockwerke hoch… die Türe zwei Schlösser, sie haben einen kleinen Abschliessfimmel… aber was soll’s.

Dann die Wohnung!!! Ein Traum… richtige kleine Stadtwohnung… liebevoll eingerichtet… gehört einer Frau, unbestreitbar… (am Besten Fotos anschauen)… mir gefällt sie auf anhieb… hier lässt sich mitten in der Stadt sehr gut ein paar Tage verbringen. Zuoberst ist sie, zurückversetzt – auf die Strasse sieht mannfrau gar nicht – aber in den Garten – JA!! das Haus hat einen Garten, den ich benutzen kann… vom Stubenfenster sind grosse Bäume zu sehen… alles grün… und das mitten in Bordeaux. Ich bin zufrieden… die zweite Erfahrung mit Airbnb und wieder sehr positiv überrascht. Auch die Übergabe kein Problem! Kostet EUR 62.00 / Nacht, natürlich für mich alleine nicht wenig aber ein Hotelzimmer hätte gleich viel wenn nicht mehr gekostet – zu zweit wäre es echt günstig. Und sie hat alles was mannfrau braucht zum Wohnen. Plaudere noch kurz mit Aurélian, der sich dann verabschiedet und mir nahelegt, wenn ich irgendwas brauche ungeniert anzurufen – freundlich sind sie, die Franzosen – alle!!

Sonntag, 11:45 – ich habe eine Wohnung!! Gehe gleich nochmals runter, kaufe mir in der Fromagerie 3 feine Käse, zwei Scheiben spanischen Schinken, ein Fläschen Spezialbier (könnte den ganzen Laden kaufen)… im Lebensmittelladen, natürlich ganz dem Klische entsprechend von einem Araber geführt, eine Flasche Wasser und eine Tomate und in der Bäckerei gegenüber ein dunkles Baguett mit Körnern… schliesslich hab ich um 7:00 Uhr gefrühstückt und seither nicht’s mehr gehabt…

Geniesse das Essen und die Wohnung…. döse ein wenig… schreibe ein bisschen…

Gegen 4 gehe oder besser fahre ich mal Richtung Zentrum… mit dem Velo eine Klenigkeit… viele Leute in den Gassen, in den Kaffes und Bars… sommerlich Stimmung, südlich das Ganze… oder besser südwestlich… Aquitanien, wurde die Gegend früher und auch heute noch genannt… die Leute hier gelten als leicht und lebensfreudig… und über dem Ganzen der hohe, weite Himmel und der Wind…

Trinke ein Bier am Place Camille Jullian… hat dort ein Kino, das Utopia, in einer alten Kirche(?)… wunderschön!! Studiofilme, 5 Säle, am Nachmittag kostet der Eintritt 4 Euro.. dann rolle ich langsam an die Garonne, den Quais entlang, diesen grossen klassizistischen Bauten entlang, für die Bordeaux berühmt ist… bis zur Place des Quinconces… ein bisschen den Hang zur Grösse haben sie schon, diese Franzosen.

Essen? Es fällt mir der Laden ein den wir gestern gesehen hatten als wir auf den Bus zum Flughafen gewartet haben. Der hatte doch Salate zum selber zusammenstellen und mitnehmen. Unterwegs noch ein Bier in einem Bistro, schliesslich Sonntag 😉, dann finde ich den Laden schnell… cool mit dem Velo in einer Stadt… stelle mir also so einen Salat zusammen, Basis (=Blätter) + vier Zusätze + Dessert. Nebenan im Laden, auch der noch offen, kaufe ich mir eine halbe Flasche roten Bordeaux und dann gehts zurück in meine superschöne Wohnung… Essen… hängen… geniessen… mit Internet gibt’s auch Spotify… einfach perfekt!!

und nochmals… Link zu den Fotos….

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