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25. Juli 2015

Heute geht’s also nach Bordeaux – mit dem Zug. Wir fahren die letzten Kilometer nach Soulac-sur-Mer, wohin’s eigentlich gestern schon gehen sollte. Der Himmel heute morgen bedeckt, aber immer wieder bricht die Sonne durch – wie es halt so ist hier am Atlantik. Der Wind bläst kräftig… die Fahnen an der Uferpromenade in Soulac stehen steif im Wind. Wir kommen noch an einem Zirkus vorbei… erinnert mich an Fellini…

In Soulac Petit Déjeuner… wir suchen den Bahnhof und entschliessen uns den 11:53 Zug zu nehmen. Dann sind wir zu Zeiten in Bordeaux. Da Sibylle morgen um 6:30 am Flughafen einchecken muss haben wir ein Hotel Ibis budget direkt neben dem Flughafen reserviert.

Wir warten in Soulac… ist immer speziell dieses Warten auf Reisen… mannfrau muss halt einfach warten, den einen fällt es leichter, den anderen schwerer, dieses: einfach warten. Aber schliesslich stehen wir am Bahnhof… und… sind nicht alleine, einige Velos mehr warten auch auf den Zug. Als der kurze Zug schliesslich einfährt gibt es ein grosses Velogedränge, der Kondukteur besteht darauf das die Velos vorne hingehören, nur haben die einfach keinen Platz dort… so widersetzen wir uns der Anordnung und steigen ein wo’s eben Platz hat… geht alles gut, selbst als in der nächsten Station noch ein Tandem mit Anhänger dazukommt. Die Fahrt dauert anderthalb Stunden… ist doch noch ein rechtes Stück bis Bordeaux. Der Zug fährt durch Rebfelder… kein Weizen mer sonder Wein Wein Wein…

Wir steigen in Caudéran-Mérignac aus. Habe das heute morgen noch gegoogelt, so sparen wir uns die Hälfte des Weges zum Flughafen als wenn wir in Bordeau St. Jean aussteigen – der Flughafen ist in Mérignac. Auch den Weg habe ich in Google-Map nachgeschaut… schon gediegen dieses Internet… per Street-View kann mannfrau sich auch mal eben ein Bild machen wie die Strassen so aussehen, also ob angenehm zu fahren mit dem Velo. Habe mir das alles aufgeschrieben und eingeprägt… soweit das mit 53 noch geht 😉… aber es klappt wunderbar… zielstrebig finde ich zum Hotel Ibis – nicht schlecht!! Aber Flughafenzufahrten sind definitiv nicht für Velofahrer gedacht… jä nu.. wir schaffen es. Beziehen unser Hotelzimmer… entgegen der Befürchtung von Sibylle kann das Fenster doch geöffnet werden… die Zimmer wirklich budget, aber es hat alles was es braucht und die Dame am Empfang ist nicht budget sonder sehr freundlich… erklärt uns wie und mit welchem Bus wir in die Stadt kommen und wo wir aussteigen müssen.

Nachdem wir am Velo von Sibylle nochmals alles gecheckt haben für morgen: Pedale gelöst, Lenker gelöst und wieder festgeschraubt… fahren wir also mit dem 1er in’s Zentrum von Bordeaux. Der Bus kommt vom Flughafen und ist so ziemlich voll… wir müssen stehen und die Fahrt dauert beinahe eine Stunde… grosse Stadt dieses Bordeaux: 230’000 Einwohner, mit Agglo rund 1Mio. also so gross wie Zürich.

Und so sammle ich also die ersten Eindrücke von Bordeaux… grosse Stadt… viele Leute, die Einkaufsstrasse Rue Sainte Catherine gerammelt voll am Samstag Nachmittag,  grosse Altstadt… viele kleine Plätze… überall sitzen die Leute draussen. Wir laufen bis zum Quai, Ufer der Gironde… auch hier viele Leute… vor allem Kinder erfreuen sich dort an einem Brunnen oder Teich, sie nennen es einen Miroir d’Eau, also einen Wasserspiegel… bischen wie in Bern auf dem Bundesplatz oder in Zürich am Bellevue, einfach vieeel grösser….

Wer die Wahl hat, hat die Qual… so viele Restaurants… schwierig was zu finden, vor allem sind wir noch was früh, viele bedienen erst ab 19:00 / 19:30… aber schliesslich finden wir auf dem Platz vor der Kirche St. Michel St. Pierre etwas Passendes.

Danach machen wir uns wieder auf zum Bus… fährt nur alle halbe Stunde raus zum Flughafen… den Ersten verpassen wir knapp… den Zweiten auch fast weil er umgeleitet wird… müssen rennen, erwischen ihn aber…

Unser letzter gemeinsamer Abend auf dieser Tour… ist mir schon ein wenig komisch zumute…

nicht viele aber immerhin… irgendwie keine Zeit zum Fotografieren…

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