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eine Woche in der Ruhe…

[dropcap]I[/dropcap]ch war vergangene Woche wieder im Onsernonetal im Tessin. Für mich eines der schönsten Täler der Schweiz… einsam, ruhig… wunderschön! Es ist ein nach Hause kommen in dieses Tal, vielleicht auch weil ich schon als Kind und Jugendlicher immer wieder mal dort war. Schön langsam mit dem Interregio, der Montags in dieser Jahreszeit noch fast leer ist, von Zürich direkt nach Locarno. Das Nötigste für ein Abendessen besorgen, da es kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt im Tal und dann mit dem Postauto ins Tal. Auch hier nur ein paar wenige Tessiner… der Chauffeur kennt sie alle… auch das ein wohliges Gefühl. Dreiviertelstunde auf der immer noch schmalen Strasse wo oft ein Kreuzen nicht möglich ist… und immer noch das klassische Postautohorn wie es sich gehört ;-)…

Habe das Glück ein Rustico bewohnen zu dürfen… mitten in diesen bewaldeten Hängen… klein aber fein… ohne Strom hat es trotzdem jeden Luxus den ich wirklich brauche… fliessendes Wasser… Wärme… sogar ein Telefon (für Notfälle kann das vielleicht ganz nützlich sein)… zu hören nur das Gezwitscher der Vögel, das Zirpen der Grillen und – das fast überall im Onsernonetal gegenwärtige – Rauschen der Bäche… vor allem nachdem es die vorhergehenden Tage stark geregnet hatte floss das Wasser in allen Bächen und überall waren Wasserfälle wo sonst nur Rinnsale tropfen… aber nach zwei Tagen Sonnenschein wurde es ruhiger…
Einen Tag brauch ich um mich dieser Ruhe hingeben zu können… nochmals hinunter nach Locarno um einzukaufen was es für ein Woche braucht… und dann die Ruhe geniessen… Lesen, die Gedanken schweifen lassen durch die Vergangenheit, die Gegenwart und die unsichere Zukunft ;-) … aber auch einfach Sein und Hinhören… eine Wanderung ins Maggiatal über den Monte Pino über den Passo della Garina… die nahe Gegend durchstreifen zum Bach Isorno hinunter, der sich tief ins Tal gegraben hat und fliesst und fliesst und fliesst… rauscht und rauscht… einmal ins letzte Dorf des Tales Spruga… zu den ehemaligen Thermen Bagni di Craveggio… wo wo der Isorno ruhiger in einem Hochtal dahinplätschert und es sich gut ein wenig baden lässt…

Und einfach sitzen am Bach in der Wiese… und sie kamen von alleine… fast wie zu einem Fotoshooting…

Abends das Kochen auf dem Holzherd… auch das braucht Zeit und Ruhe… auf der Terasse sitzen bis ich kaum noch etwas sehe und das dauert erstaunlich lange, normalerweise würde man schon längstens das Licht einschalten… und es erstaunt mich immer wieder wie hell eine einzelne Kerze doch sein kann….

Wieder eine wunderschöne Woche in diesem Tal der Täler…. und genauso wie es einen Tag braucht bis ich dort ankommen braucht es auch wieder einen bis zwei Tage bis ich wieder in der Welt hier in Uster ankomme…

Mehr Fotos…

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